Kommt uns nicht in die Tüte, sondern ins Netz

Der Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit im Plastikbecher, die Brote in Alufolie gewickelt oder schnell mal ein Mittagessen in Styropor beim Take-away um die Ecke und auf dem Heimweg noch etwas Obst oder Gemüse, natürlich im hauchdünnen Plastik-Hemdchenbeutel. An einem solchen Tag fallen schnell große Mengen Müll an. Dieser Entwicklung möchte die Stadt Offenburg gegensteuern und fängt dies auf dem Markt an. Wer regionales Obst und Gemüse der Saison auf dem Wochenmarkt einkauft, handelt klimafreundlich.

 

Nicht klimafreundlich sind die„Hemdchenbeutel“, die dünnen Plastiktüten, in denen Obst und Gemüse klassischerweise abgewogen und verkauft werden. Für Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte ist klar: „Hemdchenbeutelwerden in der Regel einmal eingesetzt und landen dann im Müll. Das steht in keiner Relation zum Ressourcenaufwand, den sie in ihrem Herstellungsprozess haben.“ Sie plädiert für „Mehrweg statt Einweg“ – ein Slogan, den Stadtmarketingchef Stefan Schürlein auf dem Offenburger Wochenmarkt umsetzt. Für die meisten, die auf dem Markt einkaufen, ist es selbstverständlich, die Einkäufe in Einkaufstaschen oder -körbe zu verstauen. Noch nicht so selbstverständlich ist es, ein Netz oder eine Tasche für Obst und Gemüse dabei zu haben. Viele bevorzugen immer noch, sich die Warein einem Hemdchenbeutel geben zu lassen.

 

Schürlein möchte das ändern. Er stellt den Marktbeschickern zukünftig Netze aus Biobaumwolle zur Verfügung. Die verkaufen sie dann an die Kunden, die Obst oder Gemüse einkaufenund kein eigenes Netz dabei haben. Kostenpunkt: ein Euro. Hemdchenbeutel werden auf Wunsch weiterhin ausgegeben, kosten dann jedoch fünf Cent. Diese Regelung wird ab dem 23.Juli umgesetzt und gilt vorerst nur für die Einkäufe von Obst und Gemüse. Dann heißt es – wie auf den Plakaten der Kampagne „Klimaschutz einfach machen: Kommt uns nicht in dieTüte, sondern ins Netz. Ins Obst- und Gemüsenetz.“ Bundesweit geht bei den Hemd-chenbeuteln der Verbrauch nicht zurück. Erst kürzlich hat das Bundesumweltministerium mitgeteilt, dass im Jahr 2018 mehr als drei Milliarden davon verbraucht wurden – fast genauso viel wie im Jahr zuvor und mehr als in den Jahren 2015 und 2016.

 

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Kommt uns nicht in die Tüte, sondern ins Netz.

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