Klimawandel & Klimaschutz

Wir alle müssen handeln

 

Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Jährlich werden neue Temperaturrekorde gemeldet. Im Seitenkopf zeigen die "Warming Stripes" von Ed Hawkins für Deutschland, in welchem Maße die Jahresdurchschnittstemperaturen ansteigen. Maßnahmen, die die vom Menschen verursachte Erderwärmung aufhalten, sind dringend notwendig. Dabei sind internationale Abkommen wichtig und geben uns den notwendigen Handlungsrahmen vor, um diesem globalen Phänomen und seinen Auswirkungen entgegenzutreten. Zugleich ist auch lokales Handeln gefragt. Und hier spielen die Kommunen eine besondere Rolle: Erstens können sie etwa in ihren eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel voran gehen und dazu beitragen, die CO2-Emissionen vor Ort zu reduzieren. Zweitens handeln Städte und Gemeinden nah an den Bürgerinnen und Bürgern und können diese zum Handeln im Sinne des Klimaschutzes motivieren. Und drittens sind Kommunen Planer und Regulierer und können etwa durch Vorgabe energetischer Standards für Baugebiete zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. 

 

In Offenburg konnten schon zahlreiche Aktionen und Projekte für mehr Klimaschutz umgesetzt werden. Seit 2012 erfolgt die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen unter dem Dach des kommunalen Klimaschutzkonzepts. Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte initiiert und koordiniert die Maßnahmen in der Zuständigkeit der Stadt. Im Bereich des Energiemanagements konnte schon viel erreicht werden. So betzieht die Stadt seit 2011 Ökostrom für ihre Gebäude, die Straßenbeleuchtung und ihre Ampeln und treibt den Ausbau der Photovoltaik auf den Dächern städtischer Gebäude voran. Nach der stadteigenen Energieleitlinie gelten für Neubau oder Sanierung städtischer Gebäude strenge Richtlinien für den künftigen Energieverbrauch. Bei anstehendem Heizungstausch wird immer geprüft, ob der Anschluss an eine Fernwärmeleitung, der Umstieg auf einen erneuerbaren Energieträger oder der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung möglich und sinnvoll ist. Auch im Handlungsfeld der Mobilität konnten große Fortschritte erzielt werden. Dazu zählen der Ausbau des Radwegenetzes, Fahrradboxen und ein vollautomatisches Radhaus am Bahnhof. An mehreren Mobilitätsstationen können Fahrräder oder Autos, einige davon mit Elektroantrieb, ausgeliehen werden. In der Stadtverwaltung und bei den Technischen Betrieben Offenburg wird ebenfalls auf ein klimafreundliches Arbeiten Wert gelegt. Für Dienstfahrten werden Elektro-Autos und Pedelecs verwendet, Dienstreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen und Energie sowie Papier gespart. In den Schulen werden im Catering eine hohe Bio-Quote und regionale Produkte verwendet sowie Trinkwasserbrunnen installiert.