Potenzialstudie für zukünftige Energieversorgung

Die Stadt Offenburg hat eine Potenzialstudie für zukünftige Energieversorgung im Stadtgebiet erarbeiten lassen. Demnach liegen die Potenziale für die Nutzung erneuerbarer Energien in Offenburg vor allem in der Solarenergie und der oberflächennahen Geothermie.

 

Das Solardachkataster zeigt enorm große Potenziale auf den Dächern: Angenommen, keine bauphysikalischen und städtebaulichen Einschränkungen ständen ihrer vollständigen Nutzung entgegen und das gesamte Dachflächenpotenzial wurde ausschließlich für die Stromerzeugung genutzt, konnte dieser zusätzlich erzeugte Solarstrom (164 Mio. kWh/Jahr) den Stromverbrauch der Offenburger Privathaushalte 1,5-fach (157 Prozent) decken. Diese Potenziale können natürlich auch für solarthermische Anlagen genutzt werden. Gleichzeitig können in mehreren Bereichen der Stadt erdgekoppelte Wärmepumpen sinnvoll eingesetzt werden. Angenommen alle potenziellen Standorte würden in einem vollständig sanierten Gebäudebestand genutzt werden, würden potenziell 14 - 21 Prozent des Wärmebedarfs der Wohngebäude ökologisch sinnvoll durch Erdwärme gedeckt werden.

 

Die Potenziale der Wasserkraft und des Energieholzes hingegen sind derzeit vollständig genutzt. Auch verfügt die Stadt nicht über interessante Mengen an Biomasse für eventuelle Vergasung. Potenzielle Windstandorte wurden im Rahmen der Aktualisierung des Flächennutzungsplans gegenüber anderen Standorten der Verwaltungsgemeinschaft zurückgestellt. Der im gleichen Zuge erarbeitete Wärmeatlas enthält Vorschläge für Quartierssanierung bei Neu- und Ausbau von Wärmenetzen im Stadtgebiet.

 

Die Inhalte der Studie können Sie sich hier herunterladen:

 

 

Die Erarbeitung der Studie wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.