Anne Christoph, Offenburg

„Ich bin Klimaschützerin, weil ich für einen ethischen Konsum stehe, der mit dem Kauf von Benzin und der Unterstützung der Erdölindustrie nicht vereinbar ist.“

 

Wir unterstützen den fairen Handel, indem wir die Fair­trade-Produkte einkaufen, doch beim Tanken machen sich die wenigsten Menschen bewusst, welche Strukturen sie damit unterstützen“, ist sich Christoph sicher.

 

Der Islamische Staat beispielsweise finanziere sich weitgehend über Erdölverkäufe. Aber auch Umweltverschmutzungen wie Wasserverunreinigungen im Golf von Mexiko oder an der nigerianischen Küste zählen zu den negativen Folgen der Erdölförderung, die von den Konzernen auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. „So versuche ich, weitestgehend auf das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen“, erklärt Christoph. Ein Umdenken in der Gesellschaft, weg vom individualistischen Denken, wäre ein erster Schritt, ist Christoph überzeugt.

 

So hat sie gemeinsam mit Jochen Walter in Offenburg im Frühjahr 2014 einen Ableger der weltweiten Aktion „Critical Mass“ ins Leben gerufen. Darunter verbirgt sich eine direkte Aktion, bei der sich Radfahrer jeden letzten Freitag im Monat treffen, um in Innenstädten durch konzentriertes Auftreten von Fahrrädern mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einzufordern. Die erste „critical mass“ genannte Aktion fand im September 1992 in San Francisco statt. „In einem Fahrradkorso von mehr als 15 Rädern darf man vom Radweg auf die Straße wechseln und in der Masse können wir auf eine Verhaltensänderung hinwirken“, weiß Christoph.

 

Ziel sei die Gleichberechtigung von Rad- und Autofahrern sowie Fußgängern auf der Straße. Weitere Informationen wie die nächste "Critical Mass" in Offenburg finden Sie » hier sowie auf der Facebook-Seite der Initiative. Die Innenstadttour dauert maximal eine Stunde. Alle kleinen und großen Radfahrer sind eingeladen teilzunehmen.

 

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"Ich trage als Aktivistin für den fairen Handel zum Klimaschutz bei."

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