Stadtradeln 2022 - Mitradeln lohnt sich

Vom 10. bis 30. September nimmt die Stadt Offenburg erneut am Stadtradeln teil

 

In Offenburg geht es ab dem 10. September beim „Stadtradeln“ drei Wochen lang um nachhaltige Mobilität, Bewegung, Klimaschutz und Teamgeist. Im Rahmen der Initiative Radkultur fördert das Land die Teilnahme an der Aktion des Klima-Bündnisses. Das Ziel: in Teams bis zum 30. September möglichst viel Fahrrad fahren und Kilometer sammeln – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit.

 

Mitradeln lohnt sich in diesem Jahr gleich dreifach: Wer für ein gemeinsames Ziel in die Pedale tritt, stärkt sowohl die Gemeinschaft als auch die eigene Gesundheit und schont dabei das Klima. Auch wird der Wettbewerb innerhalb der Kommune noch spannender. Ob Unternehmen oder Schule, Verwaltung oder Sportverein – Radelnde können ab diesem Jahr Unterteams etwa für verschiedene Abteilungen oder Schulklassen gründen und innerhalb des Hauptteams gegeneinander antreten. Wer nun Lust hat mitzufahren, meldet sich an unter www.stadtradeln.de/offenburg.

 

Nach Abschluss des Stadtradelns gibt es im Oktober wieder eine Ehrung der aktivsten Radler*innen und Teams. Auch in diesem Jahr gibt es tolle Preise für die meisten Kilometer. Neben den bisherigen Auszeichnungen (Einzel- und Teamwertung) gibt es erstmals eine Pro-Kopf-Wertung, eine Schul-Challenge und eine Parteien-Challenge (siehe nebenstehenden Artikel). Außerdem werden unter allen Radler*innen Gutscheine für Offenburger Fahrradgeschäfte verlost werden.

 

Jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen bzw. einem beitreten. Die Teilnehmenden können ihre gefahrenen Kilometer unkompliziert über die Stadtradeln-App aufzeichnen. Die Daten werden anonymisiert und mit verschleiertem Start- und Zielpunkt für die Radverkehrsplanung zugänglich gemacht. Das hat großen Nutzen für die Radwegeplanung, so der Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr, Thilo Becker: „Wenn Radfahrende beispielsweise Nebenstraßen nutzen, wird das von einer herkömmlichen Verkehrszählung gar nicht erfasst – denn die wird nur an den stärker befahrenen Straßen durchgeführt. Die Daten der Stadradeln-App können diesen blinden Fleck ausfüllen und uns bei unserer Arbeit helfen, noch bessere Bedingungen für die Radfahrenden in Offenburg zu schaffen.“ Zusätzlich zur App gibt es die Möglichkeit, gefahrene Wege online auf stadtradeln.de oder über einen Papierbogen einzutragen.

 

Rückfragen beantwortet Martin Maldener, Telefon 07 81/82-25 98, E-Mail: radverkehr@offenburg.de.

 

Im Fokus. Offenburg ist beim Stadtradeln wieder dabei. Foto: Key Visual

 

FDP: Stadtradeln als „Challenge“

 

Die FDP-Fraktion will’s wissen und fordert die Stadtspitze und den Gemeinderat heraus: „Glauben Sie ernsthaft, mit Ihren Dezernaten oder Ihren Fraktionen mehr Kilometer pro Kopf zu fahren als wir von der FDP-Fraktion?“ Worum es geht? Ums Stadtradeln vom 10. bis 30. September (siehe oben).

 

Seit drei Monaten nutze die Stadt die Chance, so die FDP-Fraktion in ihrem Schreiben an Oberbürgermeister Marco Steffens, Vorteile und Hindernisse des ÖPNV in Offenburg zu überprüfen und die Ergebnisse in den Masterplan Verkehr einfließen zu lassen. Das Stadtradeln wertet die FDP-Fraktion als weitere „verkehrspolitische Herausforderung“ und „körperlich fordernde Challenge“. Offenburg habe in den vergangenen zwei Jahren zwar in Bezug auf die gefahrenen Gesamtkilometer landes- und bundesweit hervorragend abgeschlossen: „In der Unterwertung für teilnehmende Stadträte konnten wir jedoch mangels größerer Teilnehmermengen bisher keinen größeren Erfolg vermelden.“ Daher plädiert die FDP an die Verwaltungsspitze, die Gelegenheit zu nutzen und während der Zeit des „Stadtradelns“ das Verkehrsnetz zu überprüfen und „ganz nebenbei die Schönheit unserer Stadt und der Ortenau radelnd kennenzulernen“. Die FDP-Fraktion verweist auch darauf, dass die Teilnahme kostenlos sei. OB Marco Steffens begrüßt den Vorschlag von Stadtrat Roland Müller: „Mit solchen Initiativen verbinden wir Klimaschutz und sportlichen Wettbewerb – eine tolle Idee.“ Der Rathauschef will selbst eifrig in die Pedale treten: „Das lasse ich mir nicht nehmen“, lacht Steffens.