Technische Betriebe: Fuhrpark mit alternativen Antrieben

Klimaschutz wird bei den im kommunalen Bereich eingesetzten Kraftfahrzeugen großgeschrieben. Auch bei den Technischen Betrieben Offenburg (TBO) setzt man seit 2012 auf Umweltschutz. Seither wurde der Fuhrpark um zehn Fahrzeuge mit alternativem Antrieb erweitert, die von verschiedenen Abteilungen im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr eingesetzt werden.

 

Ziel dieser Strategie ist es, möglichst viel CO2 einzusparen oder gar ganz auf die Emissionen zu verzichten. Reno Beathalter, Geschäftsbereichsleiter Liegenschaften, weiß, dass es im kommunalen Bereich jedoch schwierig ist, komplett auf alternativen Antrieb umzustellen, da die Spezial-Fahrzeuge den Motor oftmals nicht nur zum Fahren, sondern auch zum Antrieb der Spezialaufbauten benötigen. Am Beispiel einer Kehrmaschine lässt sich dies am besten darstellen: Der Motor liefert einerseits die Energie für den Fahrantrieb, andererseits muss er auch die Saugturbine und die Kehreinheit antreiben.

 

Für den Einsatz bei den TBO sind Elektrofahrzeuge prädestiniert, weil mit dem Stadtgebiet ein vorgegebener begrenzter Radius befahren wird und die Fahrzeuge über Nacht im Betriebshof stehen und dort aufgeladen werden können.

 

Im Bereich der Lade-Infrastruktur musste jedoch nachgebessert werden: Um alle Fahrzeuge im Betriebshof in der Kinzigstraße laden zu können, mussten zusätzliche Ladesäulen installiert werden. Erdgas bezieht man aus der derzeit einzigen Tankstelle in der Gaswerkstraße, für Autogas besteht an vielen Tankstellen die Möglichkeit des „Auftankens“.

 

Im kommenden Winter testen die TBO einen vollelektrischen Aufsatzstreuer, um die Straßen mit Salz und Sole zu bestreuen. Die Aufsatzstreuer werden normalerweise über die Hydraulikanlage des Trägerfahrzeuges betrieben. Dieser Streuer wird jedoch rein elektrisch betrieben und hat seine eigenen Akkus integriert mit an Bord. Somit verbraucht das Trägerfahrzeug weniger Energie, da der Aufsatzstreuer seinen eigenen elektrischen Antrieb hat.

 

Am Beispiel eines Kleintransporters lässt sich die CO2-Einsparung am besten darstellen: Als Diesel erzeugt dieser im Jahr etwa 1400 kg CO2. Dies entspricht in etwa dem Fahrzeuggewicht.

 

Da die fünf Elektro-Kleintransporter der TBO-Fahrzeugflotte komplett mit regenerativer Energie, also mit Ökostrom, betrieben werden, liegt deren CO2- Ausstoß bei Null. Das heißt, alleine durch diese Fahrzeuge werden im Jahr sieben Tonnen CO2 eingespart. Die TBO werden auch künftig bei notwendigen Neuanschaffungen von Fahrzeugen prüfen, ob ein E-Antrieb oder eine andere umweltfreundliche Alternative möglich ist.