Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Klimaschutzkonzept

Wärmeversorgung - effizient und klimafreundlich

Energieeffizienz im Neubau und energetische Sanierung im Gebäudebestand verringern den Wärmeenergiebedarf, der momentan noch zu 86 Prozent durch die konventionellen Energieträger Öl und Gas gedeckt wird. Unter Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird die bei der Stromgewinnung entstehende Abwärme für Heizzwecke oder Produktionsprozesse genutzt. Derzeit werden die Blockheizkraftwerke (BHKW) in Offenburg noch überwiegend mit Erdgas betrieben. Vier Prozent der Energie wird aus Klärgas gewonnen. 

Fern- und Nahwärme spielen in Offenburg derzeit noch eine eher untergeordnete Rolle. Im Gebiet Kreuzschlag im Stadtteil Albersbösch verfügt Offenburg über ein ausgedehntes Wärmenetz, welches rund 1.200 Wohneinheiten versorgt. Mit dem Wärmeverbund Paul-Gerhard-Werk mit Klinik und Hochschule, sowie der Firma Burda mit dem Landratsamt gibt es bisher zwei so genannte Wärmeinseln. Insgesamt liegt der Anteil der Fernwärme in Offenburg mit 1,8 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt von rund zehn Prozent.

Daher sieht das Klimaschutzkonzept den Ausbau der Fernwärmenutzung in Wärmenetzen und –inseln und den Einsatz von Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung vor. Langfristig gilt es hier, in Zusammenarbeit mit der Wärmeversorgung Offenburg ein umfassendes Konzept für die weitere Entwicklung der Gas- und Wärmenetze zu erarbeiten. 

Der Aktionsplan 2012 / 2013 des Klimaschutzkonzepts sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Erstellung eines Wärmeatlasses, Aufbau von Wärmeinseln und Wärmenetzen:
    Mit Hilfe des Wärmeatlasses wird festgestellt, welche Gebiete Potenzial für eine Versorgung über Fern- oder Nahwärme bieten. Ebenso wir kartiert, welche Gebiete sich – ausgehend von einem großen Verbraucher (z. B. in Form eines Mehrfamilienhauses, Bürogebäudes oder städtischen Betriebes) - dazu eignen, eine (Nah-)Wärmeinsel zu bilden. Langfristig können stufenweise Wärmeinseln zu Wärmenetzen zusammengeschlossen werden. Für das Sanierungsgebiet Mühlbach und das Neubaugebiet Seitenpfaden hat die Stadt bereits umfangreiche Analysen erstellen lassen, die belegen, dass sich Teilbereiche beider Gebiete zur Nahwärmeversorgung eignen. 
  • Verstärkter Einsatz von Mini-Blockheizkraftwerken (Kraft-Wärme-Kopplung - KWK) in Privathäusern, Industrie und Gewerbe: 
    Gebiete, die keine Erschließung durch Wärmenetze erlauben, können in der Objektversorgung über Blockheizkraftwerke (BHKW) versorgt werden und so durch die Erhöhung der Effizienz der eingesetzten Brennstoffe zur CO2-Minderung beitragen. Im Rahmen der Entwicklung des Baugebietes Seitenpfaden wird analysiert, wie KWK und Mini-BHKWs in Einzelprojekten gefördert werden können.
  • Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich.

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