Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Großer Deich Offenburg
Klimaschutzkonzept

Stimmen aus Offenburg

Das 2012 verabschiedete Klimaschutzkonzept hat das bereits seit langen Jahren bestehende Engagement der Stadt Offenburg aufgegriffen. Bestehende Konzepte und Einzelaktivitäten wurden unter ein konzeptionelles Dach gefasst und neue Handlungsfelder identifiziert.

Lob erhält die Stadt auch im Rahmen des Klimaschutzes für die langjährige Fahrradförderung: Bereits seit 1979 wird der Radverkehr in der Stadt gezielt gefördert. Heute ist Offenburg nicht nur Fahrradstadt, sondern seit 2011 auch Modellstadt im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität. In ihrem Nahmobilitätskonzept, setzt die Stadt auf Bündelung und Kombination der Nutzung öffentlicher und öffentlich genutzter Fahrzeuge an Mobilitätsstationen.

Seit Ende der 1980er Jahre reduziert Offenburg den Energieverbrauch seiner 180 städtischen Liegenschaften kontinuierlich. Neben der Gebäudeleittechnik, die die Energieversorgung im größten Teil der städtischen Gebäude steuert, werden anstehende Sanierungen immer auch unter energetischen Gesichtspunkten durchgeführt. KfW 70 ist der Standard, der in der Regel angestrebt wird. Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme- Kopplung (KWK) werden bei anstehendem Heizungsaustausch gegenüber fossilen Energien bevorzugt eingesetzt. Seit 2005 wird außerdem auf die solare Nutzung städtischer Dächer gesetzt.

Hinsichtlich der Energieversorgung und -effizienz hat Offenburg bereits in den 1980er Jahren ein Energieversorgungskonzept erstellt und darauf aufbauend 1995 im größten damaligen Neubaugebiet ein Nahwärmenetz aufgebaut, das circa 1.200 Wohneinheiten mit Wärme aus KWK versorgt. Für das Sanierungsgebiet Mühlbach und das Neubaugebiet Seitenpfaden existiert jeweils ein Energiekonzept. Der dort vorgeschlagene Effizienzhausstandard KfW55 wurde in die städtebaulichen Verträge übernommen. Das Sanierungsgebiet wird als CO2-neutraler Stadtteil konzipiert. Mit einer Leitlinie für energieeffiziente Stadtplanung sollen zukünftige Planungen noch mehr in den Klimaschutzkontext gestellt werden.

Mit dem Handlungsfeld „Anpassung an den Klimawandel“ geht Offenburg ungewöhnliche Wege und möchte die Bepflanzung und Pflege städtischen Grünflächen zunehmend unter Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesichtpunkten stellen.