Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Klimaschutzkonzept

Mobilität – komfortabel und umweltfreundlich ans Ziel

Mit einem 26-prozentigen Anteil an den Emissionen ist der Verkehrsbereich in Offenburg hinter der Industrie der zweitgrößte CO2-Verursacher. Über die Autobahn und zwei Bundesstraßen lässt sich die Stadt per PKW sehr gut erreichen. Gleichzeitig wirkt sich der starke Durchgangsverkehr negativ auf die städtische CO2-Bilanz aus: Der verkehrsbedingte CO2-Ausstoß liegt in Offenburg zwölf Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Auf die Emissionen der überregionalen Straßen kann die Stadt keinen Einfluss nehmen. Jedoch lassen sich durch Verbesserungen der Fahrzeugtechnik, einen sparsamen Fahrstil, die Erhöhung des Besetzungsgrades im Auto und durch den Umstieg auf den Umweltverbund im Binnenverkehr (zu Fuß gehen, Radfahren, Bus- und Bahnfahren) Einsparungen von etwa 38 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 2010 erreichen. Als Ergebnis vieler Jahre der integrierten und nachhaltigen Verkehrsplanung wurden schon im Jahr 2006 in der Stadt 52 Prozent der Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Bis 2025 sollen 57 Prozent der Offenburgerinnen und Offenburger das Auto zu Gunsten umweltfreundlicher Verkehrsmittel stehen lassen. Als „Modellstadt Elektromobilität“ erprobt Offenburg zugleich zukunftsträchtige Mobilitätsalternativen.

Um die Verkehrsmittelwahl zu Gunsten des Umweltverbundes zu beeinflussen, setzt die Stadt Offenburg auf einen Maßnahmenmix, der technologische Neuerungen, Infrastrukturmaßnahmen, Service und Information miteinander verbindet. So erleben die Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer keine Nachteile und können sich am attraktiveren Stadtraum erfreuen. Die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes stützen und stärken die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Umsetzung des Verkehrsleitbildes. 

Der Aktionsplan 2012 / 2013 des Klimaschutzkonzepts sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Ausbau der E-Mobilität im Rahmen des Programms „Modellstadt E-Mobilität“:
    Die Teilnahme an der Landesinitiative E-Mobilität und am Projekt „Modellstadt E-Mobilität“ ermöglicht Offenburg, die Möglichkeiten dieser innovativen Antriebstechnik auszutesten. So werden etwa seit September 2012 zwei verbrauchssparsame Hybrid-Busse im Schlüsselverkehr eingesetzt, demnächst steht die Einführung von E-Autos im Car-Sharing an. 
  • Einrichtung einer Mobilitätszentrale:
    Wie funktioniert Car-Sharing? Wo verlaufen die Radwege? Welche Buslinie bringt mich wohin? Durch Information, Beratung und gezielte Aktionen werden Anreize für die Nutzung des Umweltverbundes geschaffen. All dies wird in einer Mobilitätszentrale als zentraler Anlaufstelle für die Beratung der Bürgerinnen und Bürger gebündelt. 
  • Ausbau und Verbesserung des Radwegenetzes: 
    Das bereits gut ausgebaute Radwegenetz wird auch in Zukunft im Rahmen des Fahrradförderprogramms weiter verbessert werden. Eine Fahrradparkgarage am Bahnhof wird die Verkehrsmittel Rad und Bahn noch besser vernetzen. 
  • Nahmobilität stärken:
    Nahversorgung und eine attraktive Infrastruktur sind die Grundlage für eine Stadt der kurzen Wege, die auch in den Planungsgebieten Seitenpfaden und Mühlbach realisiert werden soll. Hier soll auch der Aufbau eines Netzes von Mobilitätsstationen gestartet werden. An diesen Stationen stehen den Bürgerinnen und Bürgern Fahrzeuge (konventionell und elektrisch angetrieben) zur Nutzung zur Verfügung, ohne dass sie selbst Eigentümer deren sein müssen.

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