Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Klimaschutzkonzept

Industrie und Gewerbe - aktiv für den Klimaschutz

Produktion, Verarbeitung, Handel und übrige Dienstleistungen sind in Offenburg für fast 50 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Dies liegt über dem Bundesdurchschnitt und ist auf die im Verhältnis zur Einwohnerzahl hohe Anzahl von Beschäftigten in der Stadt zurückzuführen. Seit 1990 sind etwa 35 Prozent der Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Beschäftigten in Handel, Gewerbe und Dienstleistungen um 27 Prozent zu.

Der Endenergieverbrauch ist zwischen 1990 und 2010 in beiden Sektoren gestiegen. Der Sektor Handel, Gewerbe und Dienstleistungen verzeichnete beim Energiebedarf einen Anstieg für die Wärmeversorgung von etwa sieben Prozent, für die Stromversorgung von etwa 75 Prozent. Gleichzeitig sind die CO2-Emissionen lediglich um 16 Prozent angestiegen, was die Verbesserungen im Strommix in Deutschland widerspiegelt. Blockheizkraftwerke decken in der Stadt Offenburg rund vier Prozent des Wärmebedarfs und 5,5 Prozent des Strombedarfs im Sektor. Durch Effizienzmaßnahmen in Form von energetisch-technologischen Maßnahmen wie auch verändertem Nutzerverhalten können - bei weiteren Verbesserungen im Strommix – bis 2030 rund 35 Prozent CO2 gegenüber 2010 eingespart werden.

Der Energieverbrauch der Industrie stieg von 1990 bis 2005 deutlich an. Seit 2005 geht er jedoch wieder zurück. Der erhöhte CO2-Ausstoß der Gasverbrennung wird jedoch über Einsparungen dank der verbesserten Stromerzeugung ausgeglichen, weshalb die CO2-Emissionen weitestgehend konstant geblieben sind.

Das Klimaschutzkonzept 2020PLUS der Landesregierung Baden-Württemberg sieht für die Industrie langfristig Energieeinsparpotenziale von 40 Prozent, für den Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sogar von 57 Prozent als realisierbar an. Notwendig dafür sind ein effizienterer Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik inklusive der Nutzung von Abwärme aus den Rechnerräumen, der Einsatz moderner Leuchtmittel und eine Architektur, die die Nutzung von Tageslicht ermöglicht. Darüber hinaus werden weitere Einsparungen durch den Einsatz von Umwälzpumpen sowie Sparmaßnahmen, wie sie ähnlich auch für private Haushalte empfohlen werden, erzielt.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer wenden sich bereits mit vielfältigen Beratungsangeboten an die Offenburger Betriebe. Die Stadt und die Ortenauer Energieagentur streben an, diese Beratung durch sinnvolle Angebote zu ergänzen.

Der Aktionsplan 2012 / 2013 des Klimaschutzkonzepts sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Energieeffizienz-Netzwerk in großen Betrieben: 
    Im Mittelpunkt des Energieeffizienz-Netzwerkes steht der Austausch von Erfahrungen und Know-How der Unternehmensvertreterinnen und –vertreter. Der Energietisch wurde bereits während der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes eingerichtet. 
  • Sensibilisierung und Beratung von Kleinbetrieben zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz: 
    Auch kleine Betriebe können durch Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Voraussetzung dafür sind adäquate Fortbildungs- und Beratungsangebote.

 

 

 

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