Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Klimaschutzkonzept

Erneuerbaren Energien - ihnen gehört die Zukunft!

Für den Klimaschutz bilden die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien zwei Seiten einer Medaille. In Offenburg wurde zwischen 1990 und 2010 Heizöl von Gas als wichtigstem Energieträger verdrängt. Letzteres verursacht im Verbrennungsprozess zwar vergleichsweise weniger Emissionen, ist allerdings, genauso wie Erdöl, eine endliche Ressource. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt vor Ort mit einem Anteil von 2,8 Prozent am Endenergieverbrauch noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund zehn Prozent. 

Die Nutzung von Solarenergie in der Stadt entspricht weitestgehend dem Bundesdurchschnitt. Zugleich ist das Potenzial der Sonnenenergie in Offenburg, das in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands liegt, noch nicht vollständig ausgeschöpft. Die Offenburger Wasserkraftpotenziale hingegen werden durch das neue Wasserkraftwerk am Großen Deich bereits weitestgehend genutzt. Die Möglichkeiten für den Einsatz der tiefen Geothermie (Erdwärme) werden noch genauer analysiert werden. Ein Beispiel für die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energieträgern bildet das Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt, das durch eine oberflächennahe Geothermieanlage versorgt wird. Bei der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien spielt in Offenburg vor allem Holz als Energieträger eine wichtige Rolle. Die Windkraft gilt als besonders zukunftsträchtige erneuerbare Energiequelle, da sie die preiswerteste Art der Stromerzeugung darstellt und auch die günstigste CO2-Bilanz verzeichnet. In Offenburg wird die Windkraft bislang (noch) nicht genutzt, da es nur wenig geeignete Standorte gibt. Die Nutzung dieser Energiequelle bietet sich für die Stadt auch künftig in erster Linie im regionalen Verbund an. Auch zum verstärkten Einsatz von Biomasse bietet sich die regionale Zusammenarbeit an.

Gemeinsam mit den regionalen Energieversorgern strebt die Stadt Offenburg an, den Anteil der erneuerbaren Energien in der Strom- und Wärmeversorgung zu erhöhen.

Der Aktionsplan 2012 / 2013 des Klimaschutzkonzepts sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Förderung des Zubaus von Photovoltaik-Anlagen durch gezielte Beratung: 
    Eine Kompetenz- und Aktionsgruppe soll in Offenburg informieren und dazu beitragen, den Zubau von 600 kWpeak pro Jahr zu erreichen. Die Erschließung von Dachflächen soll auch gewerbliche Flächen einbeziehen. 
  • Prüfung von Standorten für Windkraftanlagen und Ausweisung geeigneter Flächen.
  • Verstärkter Einsatz von Biomasse zur Wärmeversorgung: 
    Bei der Erarbeitung von Konzepten zum Aufbau von Wärmenetzen wird auch die Nutzung von Biomasse betrachtet. Solarthermie, Holzpellets, Holzhackschnitzel und Wärmepumpen können in Gebieten, die absehbar nicht an Nah- oder Fernwärme angeschlossen werden können, eine interessante Alternative darstellen. Dazu ist fachkundige und unabhängige Beratung notwendig.
  • Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Erzeugung von Energie aus regenerativen Energieträgern: 
    Mit der Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft (Oktober 2012) geht das E-Werk Mittelbaden einen wichtigen Schritt in Richtung der erneuerbaren Energien und bindet die Bürgerinnen und Bürger der Region im Rahmen ökologisch wie ökonomisch tragfähiger Projekten in die Energiewende ein.

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