Klimaschutz in Offenburg
Offenburg Klimabuendnis
Klimaschutzkonzept

Energiesparen im Haushalt – jeder kann etwas beitragen!

Mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in privaten Haushalten lässt sich auf die alltäglichen Tätigkeiten wie Waschen, Kochen, Kühlen, Gefrieren und Spülen zurückführen. Der Rest des Verbrauchs hängt vorrangig mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie, Heizen mit Nachtspeicheröfen, Beleuchtung und der Warmwasserbereitung zusammen. Der Stromverbrauch in Offenburg ist seit 1990 um über 25 Prozent gestiegen. Seit 2005 ist er weitestgehend konstant, da mehr und mehr Haushalte energieeffiziente Haushaltsgeräte anschaffen. Jedoch werden die durch Effizienzsteigerung erzielten Einsparungen derzeit noch durch die steigende Nutzung der Geräte aufgehoben. Erst ab 2015 ist mit einem leichten Rückgang des Stromverbrauchs zu rechnen.

Die Stadt Offenburg hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit ihren Partnern die Stromsparpotenziale durch verschiedene Aktionen zu heben. Dabei stehen Information und Beratung im Mittelpunkt. Denn gerade das Nutzerverhalten jedes und jeder Einzelnen birgt ein großes Einsparpotenzial: Beispielsweise machen sich der Einsatz von Energiesparlampen oder LED-Leuchtmitteln, das Einstellen der optimalen Kühlschranktemperatur, das richtige Beladen der Waschmaschine, das Nutzen der Restwärme beim Kochen und Backen oder das Vermeiden des Stand-by-Betriebs auf der Stromrechnung positiv bemerkbar und verursachen häufig keine Mehrkosten. Der Stromverbrauch lässt sich so um rund ein Drittel reduzieren. Wenn zusätzlich neue Geräte eingesetzt werden, können Einsparungen von bis zu 50 Prozent erzielt werden.

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Offenburg setzt in erster Linie auf Sensibilisierungsaktionen und Beratungsangebote, um Einsparungen und Effizienzsteigerungen in den Privathaushalten zu erreichen. 

Der Aktionsplan 2012/13 des Klimaschutzkonzeptes legt einen Schwerpunkt auf die bundesweite Aktion „Stromspar-Check für einkommensschwache Haushalte“. Diese Aktivität wird vom PVD-Zweckbetrieb – Produktion, Vertrieb, Dienstleistungen durchgeführt, der sich für langzeitarbeitslose Menschen engagiert. Ausgebildete Stromsparhelferinnen und -helfer nehmen den Strom- und Wasserverbrauch im Rahmen von Besuchen in Haushalten auf, die auf Grundsicherung angewiesen sind. In einem zweiten Besuch geben sie nicht nur konkrete Tipps zur Energieeinsparung, sondern installieren auch notwendige Soforthilfe. 

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